Unterstützung des Markthochlaufs von grünem Wasserstoff für eine CO2-neutrale Industrie

 

Mit dem Aufbau und Betrieb der drei Hydrogen Labs bei Fraunhofer entsteht erstmalig eine digital vernetzte Infrastruktur mit Test- und Qualifizierungskapazitäten der dazu notwendigen Elektrolyse- und Brennstoffzellensysteme von über 27 Megawatt. Dabei handelt es sich um Testfelder zur Überprüfung von Effizienz und Dauerhaftigkeit des Betriebs von Elektrolyseuren in Verbindung mit erneuerbaren Energien.

Das unterstützt den benötigten Markthochlauf von H2-Technologien, den wir durch Bündelung unserer Wasserstoffaktivitäten im Norden und Osten Deutschlands beschleunigen. Die Hydrogen Labs in Leuna, Görlitz und Bremerhaven sind digital miteinander verknüpft und decken den gesamten Prozess von der CO2-neutralen Stromerzeugung durch Offshore- und Onshore-Energiegewinnung über die Optimierung der Elektrolyse und die Produktion der dabei eingesetzten Anlagen bis hin zur Nutzung z.B. in der chemischen Industrie, Speicherung und dem Transport von Grünem Wasserstoff ab.

Somit entsteht ein weltweit einmaliges Angebot von Pilotanlagen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Wasserstoffwirtschaft.

Verbindung von Methodenkompetenz und einmaliger Forschungsinfrastruktur

 

Hydrogen Lab Bremerhaven

  • Systemtests von Elektrolyseuren
  • Kopplung mit Multi-MW-Windenergieanlage, Anbindung an virtuelles Mittelspannungsnetz
 

Hydrogen Lab Leuna

  • Grüne Wasserstofferzeugung für die chemische Industrie
  • Technologieoffene Elektrolyse-Systemtests bis 5 MW (PEM, SOEC, AEL)
  • Chemische Konversion von H2
 

Hydrogen Lab Görlitz

  • Anwendungen in der industriellen Fertigung und Dekarbonisierung
  • Testinfrastruktur mit 12,3 MW Anschlussleistung für unterschiedliche Wasserstoffkomponenten entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Dr. Sylvia Schattauer
Komm. Institutsleiterin Fraunhofer IWES

"Unser Beitrag zur Etablierung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft: Vertrauen und Akzeptanz durch Sicherheit und Wirtschaftlichkeit durch lange Lebensdauer und hohe Zuverlässigkeit."

Hydrogen News

17.3.2022

Markthochlauf für Grünen Wasserstoff beschleunigen

"Innovation ist unbestritten der Treiber für eine zukünftige wirtschaftliche Herstellung großer Mengen von Grünem Wasserstoff, wie er für die Erreichung der Klimaziele benötigt wird," sagt Sylvia Schattauer, k. Institutsleiterin des Fraunhofer IWES. Auf dem Wasserstoff-Gipfel des Handelsblatts am 8. und 9. Juni in Essen wird sie ausführen, wie Forschung und Industrie gemeinsam Synergien erzielen können - und wie das IWES die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften fördert.

10.2.2022

Elektrolyseur-Zertifizierung: Projektstart

Unsicherheiten und Risiken bei der Industrialisierung großer Wasserstoffprojekte verringern - das ist das erklärte Ziel von 18 Industrie- und drei Forschungspartnern in einem jetzt gestarteten "Joint Industry Project" unter Leitung des DNV (zur Pressemitteilung des DNV). Ein neues Zertifizierungsschema soll erarbeitet werden, und Best-practice-Erfahrungen der Industrie berücksichtigen. Auf der Forschungsseite sind die Fraunhofer-Institute IWES, IWU und IMWS dabei. Einen ähnlichen Ansatz hatte DNV vor 30 Jahren in der Windindustrie erfolgreich etabliert - und soll nun als Modell für die Wasserstoffwirtschaft zum Einsatz kommen. Weitere interessierte Unternehmen sind willkommen - bitte bis Mitte April melden bei:
hydrogenlab@iwes.bremerhaven.de

 

25.1.2022

Sächsische H2-Strategie: Fraunhofer-Institute als Katalysatoren

In der letzten Woche hat das Land Sachsen seine Wasserstoffstrategie veröffentlicht. Grüner Wasserstoff soll bereits 2030 im Bundesland einen Beitrag zu Defossilisierung des Energiesystems leisten. Dazu sollen möglichst geschlossene, regionale Wertschöpfungsketten aufgebaut werden. Das Hydrogen Lab Görlitz, betrieben von Fraunhofer IWU und Fraunhofer IWES, bietet Unternehmen neben Test- und Prüfmöglichkeiten auch Unterstützung bei der Entwicklung von Dekarbonisierungsstrategien. Damit fördert es auch aktiv den Strukturwandel in der Region.

11.1.2022

Habeck verdoppelt Zielvorgabe für grünen Wasserstoff bis 2030

In der Eröffnungsbilanz Klimaschutz setzte Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck das Ziel fest, Maßnahmen für den verstärkten Ausbau von Erzeugungskapazität für grünen Wasserstoff  zeitnah auf den Weg zu bringen. Das neue Ausbauziel sieht 10 GW Elektrolyseleistung in Deutschland vor.

Zur Meldung des BMWI (extern)

Für einen schnellen Ausbau ist ein sicherer und effizienter Betrieb von Elektrolyseuren grundlegend. Die Hydrogen Labs des Fraunhofer IWES tragen zur Qualifizierung und Weiterentwicklung von Elektrolyseuren bei.