Wasserstoff - Grünes Gas für Bremerhaven

Zuwendungsgeber: EFRE – Europäischer Fond für regionale Entwicklung, Land Bremen
Partner: ttz Bremerhaven, Hochschule Bremerhaven, bis Bremerhaven
Laufzeit: 03/2020 – 02/2022
Fördervolumen IWES: 15.782.226€

 

  • Aufbau einer Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung bis zur praktischen Erprobung
  • vier ausgewählten Anwendungen zur Ermittlung des Potenzials von grünem Wasserstoff 
  • Fraunhofer IWES baut das Hydrogen Lab Bremerhaven auf, das in der ersten Ausbaustufe eine 2 MW-Elektrolyseureinheit umfasst und mit dem DyNaLab für Netzintegrationstests verbunden sein wird

 

Das Projekt „Wasserstoff – grünes Gas für Bremerhaven“  legt den Grundstein für eine Wasserstoffwirtschaft in der Seestadt. Mit Fördermitteln vom Land Bremen und der Europäischen Union wird der Aufbau einer Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung bis zur praktischen Erprobung gestartet. Die Ausrichtung auf einen wachstumsstarken Zukunftsmarkt soll neue Möglichkeiten für die Region erschließen und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort stärken.

Die neuen Aktivitäten knüpfen an die gewachsene wissenschaftliche Kompetenz und bestehende Infrastruktur aus der Forschung für Windenergie und Verfahrenstechnik an. Die Projektpartner Hochschule Bremerhaven, Fraunhofer IWES und ttz Bremerhaven untersuchen in vier ausgewählten Anwendungen das Potenzial von grünem Wasserstoff und bereiten damit den Weg für wirtschaftliche, CO2-reduzierte Industrieprozesse sowie flexible und resiliente Strom- und Energiesysteme.

Das Fraunhofer IWES baut das Hydrogen Lab Bremerhaven auf, das in der ersten Ausbaustufe eine 2 MW-Elektrolyseureinheit umfassen wird. Um die Methoden zur Wasserstoffproduktion systematisch vergleichen zu können, wird eine PEM- und eine alkalische Elektrolyseeinheit im südlichen Fischereihafen aufgebaut. Laufen beide im Volllastbetrieb, kann so rund 1 Tonne Wasserstoff/Tag produziert werden.

Die Energie für die Elektrolyse liefert die 8 MW-Offshore-Forschungsturbine. Außerdem erprobt das IWES den Einsatz einer Wasserstoff-betriebenen Brennstoffzelle zur elektrischen Versorgung der Messgeräte in einer Boje, die zur Windpotenzialbestimmung an Offshore-Standorten eingesetzt wird.

Das Elektrolyseur-Testfeld mit anfangs 2 MW, perspektivisch 10 MW-Elektrolysekapazität, kann Industrieunternehmen und den Mobilitätssektor mit grünem Wasserstoff versorgen. Außerdem sind die Elektrolyseure an das virtuelle 44 MVA-Mittelspannungsnetz des Dynamic Nacelle Testing Laboratory (DyNaLab), der führenden Einrichtung für Netzintegrationstests von Windenergieanlagen, angeschlossen.

Dadurch lässt sich ermitteln, wie ein stärker dezentral ausgelegtes  Stromnetz Versorgungssicherheit bieten kann. Wissenschaftler können nachvollziehen, wie Elektrolyseure aufgebaut sein müssen, um Netz-stabilisierend zu wirken.

 

Zur Projektseite: Hydrogen Lab Bremerhaven — Grünes Gas für Bremerhaven (wind-wasserstoff-bremerhaven.de)